Homosexualität in Deutschland

Homosexualität in Deutschland war lange Zeit, besonders während der Zeit des Nationalsozialismus und in den ersten beiden Jahrzehnten nach Gründung der Bundesrepublik Deutschland, von diskriminierender Gesetzgebung und Verfolgung betroffen. Heute ist Homosexualität jedoch weitgehend akzeptiert, besonders in größeren Städten. Es existieren in Deutschland keine Gesetze mehr, die homosexuellen Geschlechtsverkehr bestrafen. Die Ehe steht in Deutschland seit dem 1. Oktober 2017 auch gleichgeschlechtlichen Paaren offen. Bis zu diesem Tag war es ihnen seit dem 1. August 2001 möglich, eine Eingetragene Lebenspartnerschaft einzugehen, die sich nur in wenigen Rechtsbereichen von der Ehe unterschied. Gleichgeschlechtliche Ehen, die im Ausland geschlossen wurden, werden als Ehen anerkannt.

Eine Online-Umfrage der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte ermittelte 2013 für Deutschland unter anderem folgende Zahlen: 46 % der befragten LGBT (von engl. lesbian, gay, bisexual, and transgender) fühlten sich in Deutschland im letzten Jahr diskriminiert, 68 % haben ihre sexuelle Identität oft oder immer während der Schulzeit versteckt. 6 % der LGBT wurden im letzten Jahr Opfer von physischer oder sexueller Gewalt. Nur 4 % der gleichgeschlechtlichen Paare wagen, sich Händchen haltend in der deutschen Öffentlichkeit zu bewegen, während dies 68 % der heterosexuellen Paare tun.

Einer Meinungsumfrage der Angus Reid Global Monitor im Dezember 2006 zufolge befürworteten 52 Prozent der Deutschen eine europaweite gleichgeschlechtliche Ehe. Die Bundesrepublik befindet sich damit in der Europäischen Union an siebter Stelle und liegt über dem Durchschnitt von 44 Prozent. Jedoch kommt es immer wieder zu gewalttätigen Übergriffen auf Homosexuelle. Speziell hierfür wurde in Berlin das Schwule Überfalltelefon eingerichtet, das von Maneo, einem Zusatzprojekt des Informations- und Beratungsladens Mann-O-Meter, betreut wird. Maneo leistet neben der Hilfe und Beratung für Opfer antischwuler Gewalt unter anderem auch Anti-Gewalt-Trainings in Zusammenarbeit mit der Berliner Polizei. Nach einer Meinungsumfrage von Emnid im September 2007 können sich 79 Prozent einen homosexuellen Bundeskanzler vorstellen.

Nachdem Lesben und Schwulen mit einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts im Februar 2013 erlaubt wurde, das Adoptivkind ihres Partners zu adoptieren, ergab eine Umfrage des Stern, dass 74 Prozent der Deutschen eine vollständige Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften zur Ehe befürworten würden. 23 Prozent waren gegen die Gleichstellung, 3 Prozent waren unentschieden. Unter den Anhängern der im Bundestag vertretenen Parteien kam die stärkste Befürwortung von den Wählern der Grünen (86 Prozent), gefolgt von den Wählern der SPD (82 Prozent), der FDP (71 Prozent), der Linken (70 Prozent) und zuletzt der CDU (64 Prozent).

Anfang 2017 wurden die Ergebnisse einer Studie der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) aus 2016 bekannt. Demnach sind 95 Prozent der Befragten der Meinung, dass es gut ist, Homosexuelle gesetzlich vor Diskriminierung zu schützen. 80,6 Prozent sind außerdem der Meinung, dass Lesben und Schwule auch heute noch unter Herabwürdigung und Ungleichbehandlung zu leiden haben.


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